ÖDP erhebt eine Reihe von Forderungen an MdB Dr. Nüßlein:

Am 30. Juni berät der Deutsche Bundestag abschließend die künftige Energiepolitik. Die ÖDP im Bundestagswahlkreis Neu-Ulm nimmt dies zum Anlass, an den Wahlkreisabgeordneten Dr. Georg Nüsslein konkrete Forderungen zu stellen.  

ÖDP-Vorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz, zeigt sich bestürzt, dass entscheidende Forderungen der Ethik-Kommission nicht übernommen werden und dass die Sicherheitsfrage der Atomkraftwerke keine Rolle mehr spielen soll. „Es fehlt an Auflagen zur Nachrüstung und an der Forderung nach einer risikogerechten Haftpflicht für alle Atomanlagen,“ so Schimmer-Göresz: „Wenn der Super-Gau von Fukushima zu einer anderen Bewertung der Atomenergie zwingt, muss bei der anstehenden Entscheidung dem  untragbaren Restrisiko endlich Rechnung getragen werden.“  
In einem offenen Brief an MdL Dr.Nüsslein tritt die ÖDP dafür ein, dass auch die letzten beiden am Netz befindlichen Siedewasserreaktoren vom Typ Fukushima, die Blöcke Gundremmingen B und C, umgehend, spätestens bis 2012 dauerhaft abgeschaltet werden. Gabriela Schimmer-Göresz führt zwingende  Sachargumenten an: Gundremmingen ist der einzige Standort in Deutschland, an dem nebeneinander zwei Reaktoren betrieben werden. Havariert ein Block, kann auch das Betreten des zweiten Blocks unmöglich werden, wie Fukuschima gezeigt hat. Die Blöcke B und C sind, wie die zerstörten Blöcke in Japan, Siedewasserreaktoren  mit nur einem Hauptkreislauf. Ein zweiter Sicherheitskreislauf fehlt.  Die gefährlichen Abklingbecken  liegen, wie in Fukushima, außerhalb des  Sicherheitsbehälters. Nirgendwo in Deutschland wird so viel Radioaktivität verwahrt wie in Gundremmingen. In jedem der zwei Abklingbecken befinden sich über 2.000 verbrauchte und dadurch extrem strahlende Spaltelemente. In Deutschlands größtem Zwischenlager beim AKW Gundremmingen stehen bereits 31 Castoren mit je 52 verbrauchten Spaltelementen. Jeder Castor enthält so viel Radioaktivität, wie 1986 in Tschernobyl insgesamt freigesetzt wurde. In Gundremmingen werden Spaltelemente aus wiederaufbereitetem Uran und plutoniumhaltige MOX-Brennelemente in weit größerem Stil eingesetzt, wie in Fukushima.
Weiter verlangt die ÖDP, die derzeit ungenügende Haftpflichtregelung für Atomkraftwerke zu ändern und in eine risikogerechte Deckungsvorsorge umzuwandeln. Auch müsse die Bundesregierung einen transparenten und demokratischen Prozess starten, den nach wissenschaftlichen Kriterien best geeigneten Ort für ein unterirdisches Atommüll-Endlager zu finden. Dr. Nüßlein wird von der ÖDP dazu aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass die Erneuerbaren Energien nicht dem freien Markt überlassen, sondern weiterhin ausreichend gefördert werden. Insbesondere dürfe es nicht dazu kommen, dass die regionale Windkraft gegenüber den Off-Shore Anlagen bei der Förderung benachteiligt wird. „Die bisherige Blockade der Windkraft im Binnenland muss aufgegeben werden,“ so die ÖDP.
Versorgungssicherheit und bezahlbarer Strom sind nur zu erreichen, wenn dezentrale Lösungen unter Einbindung von Stadtwerken, der Kommunen und der Bürgerinnen und Bürger gewollt und entsprechend gefördert werden. Schimmer-Göresz befürchtet, dass wieder durch zentralistische großtechnische Anlagenlösungen die großen Stromkonzerne begünstigt werden und dezentrale Lösungen auf der Strecke bleiben. Die ÖDP fordert MdL Dr.Nüsslein dazu auf, nicht auf Lobbyisten der Atomenergie zu hören, sondern seinem Amtseid, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, zu folgen.
 

ÖDP in Illertissen und im Landkreis beteiligt sich an Earth Hour (Erdenstunde)

Der Kreisverband Neu-Ulm der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) beteiligt sich am 26. März 2011 an der so genannten Earth Hour. Ziel der von der Umweltorganisation WWF ins Leben gerufenen Aktion ist es, um 20.30 Uhr Ortszeit für 60 Minuten das Licht in und an Gebäuden zu löschen, um auf den weltweiten Energieverbrauch aufmerksam zu machen. Schimmer-Göresz, Kreisvorsitzende der ÖDP: "Für uns als ökologische Partei ist es ein wichtiges Anliegen, ein Zeichen gegen den Energiehunger der Industrienationen zu setzen. Deshalb unterstützen wir die Aktion des WWF." Die ÖDP, die in Illertissen gemeinsam mit den Aktiven Bürgern (AB)  drei Stadträte stellt, hat in einem Brief an Bürgermeisterin Kaiser beantragt, dass sich die Stadt ebenfalls an der Earth Hour beteiligt. Öffentliche Gebäude und Sehenswürdigkeiten könnten eine Stunde unbeleuchtet bleiben, um Vorbild für eine energiesparende Stadt zu sein. Stadträtin Helga Sonntag:  "So kann Illertissen auch ein bisschen Geld für die öffentliche Beleuchtung sparen und dieses Geld in Klimaschutzprojekte investieren."
Bereits im vergangenen Jahr beteiligten sich an der Aktion weltweit mehr als 4600 Städte.
Die Aktion des WWF startet 2011 unter dem Motto „60 Tage. 60 Minuten. Leg den Schalter um!“. Über die nächsten 60 Tage (bis zum 18. April) ruft der WWF Privatpersonen dazu auf, zu Ökostromanbietern zu wechseln und dadurch konkret zum Klimaschutz beizutragen. Ziel des WWF ist es, im Rahmen der „Earth Hour 2011) so viele Menschen wie möglich zum „Umschalten“ auf Ökostrom zu bewegen und dadurch so viel CO2 wie möglich zu vermeiden.
„Der Umstieg auf Ökostrom ist eine der effizientesten Maßnahmen, die jeder Einzelne und jede Institution zum Schutz des Klimas ergreifen kann“, so Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik beim WWF Deutschland. „Beispielsweise vermeidet eine vierköpfige Familie in Deutschland mit dem Wechsel von konventionellem Strom zu Ökostrom bis zu 2,6 Tonnen CO2 pro Jahr. Wer den richtigen Ökostrom bezieht, verbessert nicht nur seine eigene CO2-Bilanz, sondern fördert auch den Ausbau der erneuerbaren Energien.“ Dies sei ganz im Sinne der ÖDP, weshalb man die Aktion des WWF unterstütze und bewerbe.
Mehr Info unter: http://www.earthhour2011.de/

Landkreis ÖDP fordert Abkehr vom St.-Florians-Prinzip

Was für den Sendener Bürgermeister Baiker „völliger Unsinn“ ist, ist für die Kreisvorsitzende der ÖDP im Landkreis Neu-Ulm, Gabriela Schimmer-Göresz, zumindest der Anstoß, sich mit der Atomenergie und im besonderen der Verlängerung der AKW-Laufzeiten kritisch und in der ganzen Dimension auseinander zu setzen. Nicht ein mögliches Endlager in der Donau-Iller-Region sei, wie Baiker meint, politisch motiviert, sondern die Festlegung auf Gorleben durch den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Albrecht war eine politisch motivierte Entscheidung. Nirgendwo sei eine Nicht-Eignung so präzise belegt worden, wie in Gorleben, so die ÖDP-Vorsitzende. Daher sei das Festhalten an Gorleben unverantwortlich und eine neue Endlagersuche im ganzen Land zwingend erforderlich. Diese müsse ergebnisoffen, transparent und in einem demokratischen Verfahren erfolgen und als einziges Ziel die geologische Eignung nachweisen. Die Schweiz zeige, wie es gehe. Ein  Vorgehen nach dem St.-Florians-Prinzip hält Schimmer-Göresz für unverantwortlich. Es sei ein politischer Skandal, dass sich die CDU/FDP- bzw. CSU/FDP-regierten Länder vor der Suche nach einem geeigneten Endlager drückten. Nach dem Verursacherprinzip müsse auch in Baden Württemberg und Bayern nach einem geeigneten Endlager gesucht werden, wie auch in allen anderen Regionen in Deutschland.  Schimmer-Göresz ist sich der Tragweite dieser Forderung sehr wohl bewusst. Den Hinweis von Regionalverbandschef Weirather, wonach sich die Bürger „keine Sorgen machen müssten“, sei fahrlässig und verharmlosend. Selbstverständlich müssten sich Bürger Gedanken machen, was mit dem für 1 Million Jahre sicher zu deponierenden Atommüll geschehe. Sie müssten vor allem die Entscheidung treffen, keinen zusätzlichen Atommüll mehr entstehen zu lassen. Wenn eine lobby-geleitete Bundesregierung trotz aller Warnungen die Atomkraftwerkslaufzeiten verlängere, dann müssten die Bürgerinnen und Bürger ein Zeichen setzen und privat aus der Atomenergie aussteigen. Der Wechsel zu einem zertifizierten Anbieter von Strom aus 100 Prozent regenerativer Energie sei kinderleicht zu vollziehen. Jeder Privathaushalt und jede Gemeinde könnte dies für gemeindliche Einrichtungen ebenfalls beschließen. Stromsparen müsse auf allen Ebenen und in allen Einrichtungen zur obersten Prämisse werden. Der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien dürfe nicht gebremst, sondern müsse weiter beschleunigt werden mit dem Ziel vieler kleiner dezentraler Stromerzeuger. Die ÖDP im Kreisverband Neu-Ulm will sich in den nächsten Wochen verstärkt dem Thema „Stromwechsel“ widmen und verweist zur weiteren Information auf www.atomausstieg-selber-machen.de

Mahnwache für eine lebenswerte Zukunft – ohne Atom 11.Mai 2011, 18.30 Uhr – 19.00 Uhr in Senden, Marktplatz

Die dreifache Katastrophe in Japan: Erdbeben, Tsunami und in Folge die nukleare Katastrophe von Fukushima – heute sind es genau zwei Monate her - haben einem ganzen Land und seinen Menschen unsägliches Leid gebracht.
Die KAB Senden und wir alle hier trauern mit den Opfern und rufen zur tätigen Solidarität mit den unmittelbar Notleidenden sowie den HelferInnen auf, die verzweifelt versuchen, das Ausmaß der Katastrophe zu begrenzen.
Fukushima ist überall
Das Desaster im Atomkraftwerk von Fukushima zeigt, dass die Risiken der Atomtechnik unbeherrschbar sind. Fukushima steht für eine insgesamt katastrophale Entwicklung eines globalisierten Industrialismus und Turbokapitalismus, den die Politik vorangetrieben hat und der zunehmend weltweit Krisen und Katastrophen erzeugt.

Die Bilder aus Fukushima sind schon nahezu aus den Nachrichten verschwunden – ist das Absicht?
Sollen wir die Bilder aus Fukushima möglichst schnell vergessen, nicht mehr daran denken an die jahrzehntelangen Missstände, an die sich so viele gewöhnt haben?
-    etwa dass alle Atomkraftwerke ohne Entsorgung laufen.
- dass es für den über eine Million Jahre sicher einzuschließenden Atommüll kein Endlager gibt – geschweige denn ein für eine Million Jahre sicheres.
-    Oder dass das Schadensrisiko auch der deutschen Kernkraftwerke ist so groß, dass kein einziges AKW in Deutschland eine risikogerechte Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat.

Vor unserer Haustüre läuft in Gundremmingen das größte Atomkraftwerk unseres Landes. Es besteht aus den zwei letzten in Deutschland betriebenen Siedewasserreaktoren. Dieser auch in Fukushima gebaute Typ hat nur einen Hauptkreislauf. Das gefährliche Abklingbecken ist außerhalb des Sicherheitsbehälters. Bayerns Regierung hat dem AKW 1994 sogar erlaubt, das bis zu 300 der insgesamt 784 Spaltelemente („Brennelemente“) eines Reaktors vom besonders plutoniumhaltigen MOX-Typ sein dürfen.
Das war bei Siedewasserreaktoren eine Weltpremiere. Gundremmingen ist jetzt zudem der letzte Standort in Deutschland, an dem gar zwei Atommeiler laufen.
Seit dem Jahr 2006 wird in Gundremmingen auch noch Castor für Castor Deutschlands größtes Atommüll-Lager aufgebaut. Ende 2010 standen dort 31 Castoren. In jedem einzelnen etwa so viel langdauernde Radioaktivität, wie in Tschernobyl insgesamt frei gesetzt wurde.

Sollen wir das vergessen und verdrängen?

Nein, das dürfen wir nicht – vielmehr gilt es die Zeichen der Zeit zu erkennen und das kann nur bedeuten: Energiewende jetzt!

Wir verstehen die wachsende gesellschaftliche Bewegung gegen die weitere Nutzung der Kernenergie und für eine radikale Energiewende als „Zeichen der Zeit“ im Sinne des zweiten
vatikanischen Konzils.
Als Teil der Welt-Kirche erklärt sich die KAB mit allen Menschen solidarisch, sie ist in dieser Frage nicht neutral, sondern ergreift Partei und geht dabei auch Konflikte ein.
Die KAB hat sich bereits 1988 für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie ausgesprochen. Sie fordert mit Nachdruck den schnellstmöglichen und endgültigen Ausstieg aus der Nutzung der
Kernenergie.
 
Als KAB in Senden sind wir der Auffassung, dass der Betrieb von Atomkraftwerken mit wertkonservativen Haltungen unvereinbar ist wie z.B.
- dem Schutz des ungeborenen und geborenen Lebens,
- der Bewahrung der Schöpfung,
- dem Erhalt der Heimat,
- und dem Vorrang ideeller Werte vor dem reinen Profitdenken.
Wir werben für das Konzept der „drei E“: Einsparung, Effizienzsteigerung und erneuerbare Energien – diese drei Forderungen waren in den 80er und 90er Jahren oft genug Anlass zu Spott und Utopie-Vorwürfen. Dennoch wurde durch geduldige Aufklärungsarbeit und durch die Aktivität vieler Energiepioniere die Voraussetzungen für die heute mögliche Energiewende geschaffen. Ich denke dabei besonders an die beiden KAB-Mitglieder und Gründer der Elektrizitätswerke Schönau, das Ehepaar Sladek aus dem Schwarzwald. Seit über einem Vierteljahrhundert zeigen sie, dass alternative Wege in der Energieversorgung möglich sind.
Die Atomausstiegsdebatte nimmt derzeit meiner Meinung nach eine falsche Wendung: Alle starren derzeit auf drohende Preiserhöhungen - wie die Angsthasen auf die Schlange. Dabei ist eine dauerhafte Senkung der Energiekosten möglich, wenn jetzt rasch alle technisch verfügbaren Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung genutzt werden. Wir brauchen deshalb ein sofort wirksames Investitionsprogramm für die mittelständische Wirtschaft und für die Privathaushalte: Alleine die Modernisierung aller Umwälzpumpen an Heizungsanlagen oder bei der Fördertechnik auf den heute möglichen Standard würde einige Großkraftwerke schlicht überflüssig machen. In diesem Bereich liessen sich auch zahlreiche und nachhaltige Arbeitsplätze schaffen.
Wir sind mit maßgeblichen Wissenschaftlern wie Ernst-Ulrich v. Weizsäcker für Energiepreise, welche die volle Wahrheit sagen. Solche Energiepreise würden auch die bestehenden Effizienzpotentiale entfesseln und darüber zu insgesamt niedrigeren Energiekosten führen.
Wir sind zudem für eine absolute Beschränkung des CO2-Ausstoßes pro Kopf: Der Ausstieg aus der Atomkraft darf auf keinen Fall zu einer Verschärfung des Klimaproblems beitragen, indem einfach mehr fossile Energie genutzt wird. Es steht nichts weniger als die drastische Reduzierung des Gesamtenergiebedarfs an!
Effizienzsteigerung und Einsparung überflüssiger Verbräuche als Königsweg bei der Lösung des Energieproblem werden aber offensichtlich deshalb nicht forciert, weil die Energiekonzerne ein jährliches 212-Milliarden-Euro Geschäft mit Zähnen und Klauen verteidigen: Diese Summe gibt Deutschland nämlich Jahr für Jahr für Energie aus. Die Angstpropaganda von horrenden Strompreisen und von der angeblichen Notwendigkeit, 5000 km neue Stromleitungen zu bauen dient offensichtlich dazu, eine nötigere und sinnvollere Debatte über die drastische Senkung der Verbräuche zu verhindern. Dennoch heißt die Lösung: Radikal weniger Energie verbrauchen! Technisch ist dies möglich, ob es politisch-ökonomisch gewollt ist erscheint zumindest zweifelhaft.
Wir erwarten von der Bayerischen Staatsregierung ein anspruchsvolles Programm für die Effizienzsteigerung in den Kommunen: Wenn der Wettbewerb mit Baden-Württemberg um den schnellsten Ausstieg aus der Atomgefahr gelingen soll, dann muss jetzt eine Einsparungsoffensive gestartet werden. Ich bin gespannt, ob die Herren Seehofer, Söder und Zeil zu einem solchen Angriff auf das Milliardengeschäft der Stromkonzerne bereit sind.
Wir können umsteigen: Vor zwanzig Jahren haben wir in unserem Land 19 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien (EE) gewonnen. Fast ausschließlich die Wasserkraft deckte so 4 Prozent unseres Stromverbrauchs. Im Jahr 2010 haben wir mit zusätzlich Wind, Photovoltaik und Biomasse schon 102 Milliarden Kilowattstunden Strom aus EE gewonnen. So decken wir jetzt 20 % des Stromverbrauchs.
Im Jahr 2020 wollen und können wir 50 % unseres Strombedarfs aus EE erzeugen.
Wenn wir diese Quellen weiter ausbauen und zugleich den Strom effizienter nutzen, können wir ab dem Jahr 2030 uns zu annähernd 100 % aus EE versorgen.
So werden wir enkeltauglich

Und hier kommen wir selbst mit unserem Lebensstil ins Spiel:
* Wir können jetzt und heute schon ganz persönlich aus der Kernenergie aussteigen, wenn wir zu Stromanbietern wechseln, die ausschließlich auf erneuerbare Energien setzen.
* Wir können jetzt und heute schon mit einem energiebewussten Lebensstil beginnen und Energie sparen, in dem wir elektrische Geräte vom Netz nehmen, wenn wir sie nicht brauchen.
Denn: Die Energiewende gelingt nur durch neue Lebensstile und einen Zivilisationswandel.

Deshalb treten wir dafür ein:
1. Schaltet die Atomkraftwerke ab,
verabschiedet ein wirksames Energieeffizienzgesetz
baut die erneuerbaren Energien vernünftig aus!
2. Sucht in Deutschland nach wissenschaftlichen Kriterien und in demokratischer Transparenz ernsthaft den best geeigneten Ort für ein unterirdisches Endlager für den radioaktiven Müll
3. Und schließlich: Steigt endlich aus dem Euratom-Vertrag aus!
Denn es ist empörend, dass Deutschland als Mitglied des Euratomvertrages nach wie vor dafür eintreten muss, eine „mächtige Kernindustrie“ in Europa aufzubauen – so heißt es wörtlich in der Präambel des Vertrages! Dafür werden Jahr für Jahr hunderte Millionen Euro aus der Steuerkasse bezahlt. Wir stellen fest, dass viele Menschen von der Existenz dieses Vertrages nichts wissen, obwohl dieses Abkommen zu den Kernverträgen der EU gehört. Ich wünsche mir von der kritischen Presse, eine Aufklärung über diesen seit 1957 bestehenden Vertrag und seine Folgen.
Die von der ÖDP, der Ökologisch-Demokratischen Partei, initiierte Petition an den Bundestag, den Euratomvertrag zu kündigen, läuft noch bis Mitte Mai. Wir fordern alle Bürgerinnen und Bürger auf, diese Petition mitzuzeichnen – die Möglichkeit dazu gibt es gleich auch hier.
Gerne weise ich darauf hin, dass am 28.Mai in Ulm eine große Kundgebung gegen die weitere Nutzung der Kernenergie stattfindet. Die KAB in Senden wird auch am 11.Juni wiederum zur Mahnwache einladen. Dann wird das dreimonatige von der Bundesregierung ausgerufene Moratorium zu Ende gehen und wir werden sehen, in welche Richtung dann die energiepolitische Reise gehen soll.


ödp unterstützt das Aktionsbündnis „Unsere Region (um) Ulm soll gentechnikfrei bleiben - Gentechnikfreie Landwirtschaft in die Bayerische Verfassung

Der Kreisverband Neu-Ulm der Ökologisch-Demokratischen Partei, ödp hat gemeinsam mit dem Ortsverband Weißenhorn/Pfaffenhausen anlässlich der Kreishauptversammlung am 16.1.09 beschlossen, das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Region (um) Ulm zu unterstützen. Die Agrar-Gentechnik nütze nur den Gentechnikkonzernen und den von der Gentechnik-Lobby bezahlten Wissenschaftlern, so die ödp-Kreisvorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz, alle anderen, Verbraucher, Landwirte, Imker tragen unkalkulierbare Risiken. Es sei daher höchste Zeit, sich zu vernetzen und wichtige Entscheidungen für unser aller Zukunft zu treffen. Um den Verantwortungsträgern zu signalisieren, dass eine große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger die Forderung nach einer gentechnikfreien Region unterstützen, will auch die Neu-Ulmer ödp die Unterschriftslisten aktiv bewerben und entsprechende Aufklärungsarbeit leisten. Listen können entweder beim Kreisverband angefordert (08337/742536) oder unter http://www.genfrei-ulm.de heruntergeladen werden. Die bayerische ödp gehe, so Ulrich Hoffmann, aber noch einen Schritt weiter. Sie möchte mittels eines Volksbegehrens die Gentechnikfreiheit in der Landwirtschaft in die Bayerische Verfassung aufnehmen. Entsprechende Vorbereitungen würden derzeit laufen. Schon in der Vergangenheit habe die bayerische ödp den Wählerinnen und Wähler immer wieder wichtige Themen zur Abstimmung vorgelegt. Mit der Abschaffung des Senats sei man letztmals vor 10 Jahren erfolgreich gewesen. Um mit dem Anliegen Gentechnikfreie Landwirtschaft in die Bayerische Verfassung nicht zu scheitern, werden in einer sog. Vorphase 50.000 UnterstützerInnen gesucht. Erst wenn dies  erfüllt sei, werde das eigentliche Volksbegehren gestartet. Wer Interesse habe, könne sich unter www.oedp-bayern.de näher informieren.  Direkte Demokratie, so die beiden ödp-Vorsitzenden, sei eine wichtige Ergänzung zur repräsentativen Demokratie. Dies umso mehr, als das Ansehen der Parteien ebenso sinke, wie Wahlbeteiligungen. „In wichtigen Zukunftsfragen müssen die Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden dürfen. Die Entscheidung, ob wir in der kleinräumigen bayerischen Landwirtschaft genmanipulierte Pflanzen anbauen lassen und ob der ökologische wie der konventionelle Landbau sowie die Imkerei in der gewohnten Form möglich bleiben, dürfen wir nicht aus der Hand geben und der Gentechnik-Lobby überlassen“, so Hoffmann und Schimmer-Göresz abschließend.  

Neu-Ulmer ödp startet Petition

Echte Wahlfreiheit für Erziehende durch ein Erziehungsgehalt von monatlich 1000 Euro!
Die ödp im Landkreis Neu-Ulm beteiligt sich an der Petition zur Einführung eines bayerischen Erziehungsgehalts. Ziel der ödp-Aktion: Im Anschluss an das Elterngeld des Bundes soll das Land Bayern zwei Jahre lang ein Landeserziehungsgehalt in Höhe von 1000 Euro pro Kind und Monat zahlen, das den Eltern ermöglicht, frei und ohne Benachteiligung über die Art der Betreuung für ihre Kinder zu entscheiden. Ein Krippenplatz kostet die öffentliche Hand durchschnittlich 1000 Euro im Monat. Dieses Geld soll künftig direkt an die erziehende Person ausgezahlt werden. Die Eltern haben dann die freie Entscheidung, ob sie die 1000 Euro für einen Kinderkrippenplatz ausgeben oder zeitweise aus dem Erwerbsleben ausscheiden und sich der familiären Erziehungsarbeit widmen. Die Aktion richtet sich also nicht gegen neue Kinderkrippenplätze. Vielmehr soll die Benachteiligung von Eltern beendet werden, die sich für die familiäre Betreuung entscheiden. Es würde sich dann schnell herausstellen, welche Betreuungsform die Eltern wirklich wollen, so die ödp-Kreisvorsitzende.
Für ihre neue Initiative baut die ödp derzeit ein landesweites Netzwerk auf. Zahlreiche familienpolitisch engagierte und kirchliche Verbände haben diese Forderung so oder so ähnlich bereits formuliert und werden bei den anderen Parteien damit zunehmend politisch heimatlos, meint die ödp-Kreisvorsitzende.  Schimmer-Göresz: Unsere Initiative hat bereits in der Startphase Bewegung in die Debatte gebracht. Allerdings bringt das von Ministerpräsident Stoiber geforderte 300 Euro-Trinkgeld keine echte Wahlfreiheit. Wahlfreiheit heißt nicht nur, dass es genügend Krippenplätze gibt, um den Bedarf zu decken, sondern dass auch jene, die diese Plätze nicht in Anspruch nehmen, von den Leistungen aus Steuermitteln nicht ausgeschlossen werden dürfen. Der große Trend ist ganz offensichtlich, die Familien den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes anzupassen. Wir wollen, dass sich die Arbeitswelt den Bedürfnissen der Familien öffnet.
Nach den vorliegenden Studien finanziere sich das Erziehungsgehalt weitgehend selbst, weil Erziehende dann nicht länger Sozialhilfe und Hartz IV beantragen müssten sowie durch konjunkturelle Effekte infolge des Kaufkraftzuwachses bei den Familien, erklärt die ödp. Die Petitionsliste kann unter Tel. 08337/742536 bestellt oder im Internet unter www.oedp-bayern.de abgerufen werden.

Aktionen Landesverband

ÖDP für Tetra-Moratorium

Die Erfahrungen aus dem In- und Ausland haben gezeigt, dass der geplante digitale Behördenfunk (BOS) nicht einwandfrei funktioniert, die Kosten unverhältnismäßig hoch sind und mögliche gesundheitliche Risiken nicht geklärt sind. Darum unterstützt die ÖDP das Tetra-Moratorium der Diagnose Funk e.V..

Diagnose Funk


ÖDP gegen 3. Startbahn

Seit Jahren fordert die ÖDP in ihrem Programm konsequent Alternativen zum wachsenden Flugverkehr und der damit verbundenen Belästigung durch Fluglärm zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

Wir unterstützen deshalb die 
bayernweite Massenpetition

und das Bürgerbegehren in München

Weitere Informationen: Keine 3. Startbahn - Aktionsbündnis AufgeMUCkt!
und München gegen die 3. Startbahn

Position der ÖDP Bayern zur Lagerung von hochradioaktivem Atom-Müll

Die ÖDP Bayern hält alle erwogenen Endlager-Standorte für ungeeignet. Es gibt keine geologische Formation (weder Salzstöcke noch Granitgestein), die für 100.000 bis 1 Million Jahre sicher dicht bleibt. Der Ärmelkanal hat sich beispielsweise erst vor rund 8.300 Jahren geöffnet. Bei Salzstöcken besteht zudem die Gefahr des Wassereintritts. Bei Granitgestein kann die Abwärme der Spaltelemente bereits in einem Zeitraum von 200 Jahren zu Rissen im Gestein führen. Die hohen Anforderungen an eine Endlagerstätte können weltweit nicht erfüllt werden.  

Aus den Augen aus dem Sinn!
Alles, was vergraben wird, verschwindet aus dem menschlichen Bewusstsein, holt aber zukünftige Generationen unausweichlich wieder ein – mit allen fatalen Folgen. Die ÖDP Bayern favorisiert und fordert deshalb den Bau von sabotagesicheren Zwischenlagern mit höchstem Sicherheitsstandard an den AKW-Standorten, gegen Terrorangriffe und Flugzeugabstürze geschützt. Künftige Generationen hätten dann den Zugriff auf den Atommüll und könnten sichere Schutzmaßnahmen gegen den hochgiftigen Müll anwenden, falls neue Technologie dies ermöglichen.

Erhebliche Verbesserung!
Die derzeitigen ungesicherten Zwischenlager an den drei bayerischen Atomkraftstandorten (Gundremmingen, Grafenrheinfeld und Ohu) müssen unverzüglich rückgebaut und durch die neuen Hochsicherheitszwischenlager ersetzt werden. Diese Standorte wären auch für die Bevölkerung an den Atomkraftwerksstandorten eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem jetzigen Zustand. Die neuen Hochsicherheitslager ersparen zudem gefährliche Atomtransporte quer durch das Land.  

Atomrisiko 2013 beenden!
Solange es in Deutschland keinen kurzfristigen Atomausstieg gibt, kämpft die ÖDP gegen jeden „Endlagerstandort“, da ein Atommülllager mit der entsprechenden Kapazität die Voraussetzung für die jahrzehntelange Fortführung des Atomrisikos schafft. Die ÖDP Bayern fordert daher auch für die Hochsicherheitszwischenlager an den AKW-Standorten eine Größenbegrenzung. Sie dürfen nur so konzipiert sein, dass ihre Kapazität auf den Atommüll beschränkt ist, der unvermeidbar noch bis zum frühestmöglichen Atomausstieg im Jahr 2013 anfällt. Es ist unverantwortlich, noch bis zum Jahr 2022 zusätzlichen Atommüll zu produzieren.  

Die derzeit praktizierte, unnötig lange Lagerung der extrem strahlenden Spaltelemente in den Abklingbecken der Atomkraftwerke muss auf die notwendige Abklingzeit beschränkt werden. Fukushima hat gezeigt, dass auch von dieser Lagerung eine große Gefahr ausgeht. Deshalb müssen  Spaltelemente so bald wie möglich in Castoren umgepackt und in die neuen Hochsicherheitszwischenlager verbracht werden.  

Atommüll-Export ist unmoralisch!
Auch wenn wir in einem dicht besiedelten Land leben, müssen wir für den in deutschen Atomkraftwerken entstandenen Atommüll selbst die Verantwortung übernehmen und Lösungen finden. Eine „Verschiebung“ des Atommülls gegen Milliardenzahlungen – wohin auch immer – lehnt die ÖDP ab.  

Energiewende und neuer Lebensstil!
Neben Energieeffizienz und Erneuerbare Energien brauchen wir als dritte Säule für eine nachhaltige Energiewende eine neue Bewertung der Begriffe „Wachstum“ und „Wohlstand“ und in der Folge einen neuen Lebensstil, getragen von sozialer und ökologischer Verantwortung.  

Stand: 12-08-2011 

ÖDP für eine gentechnikfreie Landwirtschaft!

Wer sich über den Anbau von genmanipulierten Pflanzen informieren möchte und dazu die Internetseite des „Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz“ aufruft, der macht eine erfreuliche Entdeckung: Keine Einträge für Bayern! Das war in den letzten Jahren anders: Monsanto und Co versuchten einen Großangriff auf den Freistaat. Zunächst wurden  in Niederbayern, Oberbayern und Oberpfalz große Flächen für Genmais angemeldet, dann konzentrierten sich die Gen-Konzerne auf den Landkreis Kitzingen. Unser Widerstand konnte diese Pläne erfolgreich durchkreuzen. Wachsamkeit ist trotzdem geboten: Auf Europaebene herrscht ein gentechnikfreundlicher Geist und erst in dieser Woche hat die CSU angekündigt, auch in Bayern die Forschung weiter zu fördern.

Das Standortregister finden sie unter:

http://apps2.bvl.bund.de/stareg_web/showflaechen.do

Petition an den bayerischen Landtag

Eine bessere individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler ist von größter Bedeutung. Schritt für Schritt soll das Konzept "Zweite Kraft in jeder Klasse" verwirklicht werden.Zunächst soll in den ersten Klassen der Grundschulen der regulären Lehrkraft eine "zweite Kraft" als Assistenz beigestellt, um den Beginn der Schulzeit für möglichst jedes Kind zu einer Erfolgsgeschichte werden zu lassen.

Sie können die Petition herunterladen und per Post an die folgende Adresse schicken:

ödp Bayern
Postfach 2165
94011 Passau

Wir leiten die Unterschriftenlisten dann an den Landtag weiter.
Herzlichen Dank.

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Aktion: Keine AKW in Polen!

Bitten Sie unsere polnischen Nachbarn, auf Atomenergie zu verzichten und stattdessen den regenerativen Energien den Vorzug zu geben.

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