01.02.2016

Landkreis braucht eine Kinder- und Jugendpsychatrie und einen Bürgerdialog zu den Kreiskrankenhäusern

In der aktuellen Diskussion um die Krankenhäuser im Landkreis Neu-Ulm fordert die ÖDP eine aktive Beteiligung der Öffentlichkeit. „Gutachten von Medizin-Beratern, die aus wirtschaftlichen Gründen Spezialisierungen der Kliniken im Landkreis empfehlen, müssen öffentlich diskutiert werden, zumal neben wirtschaftlichen auch noch andere Argumente in der Debatte notwendig sind“, so der stellvertretende Kreis-Vorsitzende der ÖDP Ulrich Hoffmann.

Die ÖDP im Landkreis Neu-Ulm regt einen Bürgerdialog über die gesundheitliche Versorgung im Landkreis an. Dabei müssten die Gutachten der Medizin-Berater im Blick auf die Bedürfnisse der Bevölkerung diskutiert werden. Letztendlich gehe es dabei auch um die Frage, welche Gesundheitsversorgung wir uns im Kreis leisten wollen und können. Ulrich Hoffmann, der auch Weißenhorner Stadtrat ist, weist zudem darauf hin, dass im Kreis dringend eine Kinder- und Jugendpsychiatrie gebraucht werde. Er weiß sich in diesem Anliegen einig mit der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Träger in der Kinder- und Jugendhilfe im Landkreis Neu-Ulm, Die Arbeitsgemeinschaft, deren Sprecher Hoffmann ist, hatte dieses Anliegen in einem Gespräch mit Neu-Ulmer Kreisräten vor wenigen Monaten ausführlich begründet. Nicht zuletzt aufgrund der steigenden Zahlen traumatisierter minderjähriger Flüchtlinge im Landkreis Neu-Ulm wird es für Familien und Einrichtungen im Kreis immer schwerer, für betroffene Kinder und Jugendliche zeitnah einen Klinikplatz zu bekommen. „Die zwei entsprechenden Einrichtungen im Bezirk Schwaben in Kempten und Augsburg reichen nicht mehr aus und sind zudem sehr weit von unserem Raum entfernt“, so Hoffmann. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Ulm hat ihren ersten Auftrag für Ulm und den Alb-Donau-Kreis und kann ebenfalls aus Überlastungsgründen immer weniger Kinder und Jugendliche aus dem angrenzenden Bayern aufnehmen. „Es besteht also Handlungs- und Redebedarf“, so Hoffmann, der seine Bereitschaft zur konstruktiven Beteiligung an einem Bürgerdialog ausdrücklich anbietet.