Mobilfunkstrahlung neu bewerten und gesundheitsverträglich gestalten!

Die Ökologisch-Demokratische Partei, ÖDP, hatte zur Filmvorführung „Faktencheck – Die gesundheitliche Wirkung der Mobilfunkstrahlung“ in die Fuggerhalle nach Weißenhorn eingeladen. Der Film von Lothar Moll und Klaus Scheidsteger gab einen breiten Blick in die Forschung. Anhand neuster, internationaler und unabhängiger Studien und Nachweisen aus der Wissenschaft sollte der Beweis geführt werden, dass die Mobilfunkstrahlung als gefährlich mit weitreichenden Folgen eingestuft werden müsse.

Interviews und Beiträge namhafter Wissenschaftler ließen insbesondere die Gefährdung Schwangerer und Kinder erkennen. Es wurde anschaulich und nachvollziehbar gezeigt, wie WLAN Einfluss auf die Gehirnentwicklung, auf das Nervensystem, auf Organe wie Herz, Leber und Schilddrüse, nimmt und wie Lernfähigkeit und Leistungsfähigkeit leiden bis hin zu DNA-Schädigung und erhöhtem Tumorrisiko. Gebannt folgten 80 ZuhörerInnen dem 90-minütigen Film. Die sich ergebenden Fragen konnte Dr. sc. Florian König aus Bad Wörishofen kompetent beantworten. Es ging weitestgehend darum, was jeder Einzelne im Umgang mit Mobilfunk tun kann, um sich und andere und vor allem Kinder zu schützen. Ein Besucher beklagte die Aushöhlung des per Verfassung garantierten Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit insbesondere durch die 5. Generation Mobilfunk (5G). Auch wurde in mehreren Beiträgen angezweifelt, ob die versprochenen Vorteile von 5G (autonomes Fahren, Kommunikation zwischen Geräten u.a.m.) wirklich gebraucht und gewollt werden. Er vermisse einen breiten öffentlichen, demokratischen Diskurs sowie eine unabhängige Aufklärung über die Risiken und Nebenwirkung. Ein Moratorium sei zwingend notwendig. Weitere Diskussionspunkte waren neben den gesundheitlichen Aspekten auch der gigantische Ressourcen- und Energiebedarf, der Suchtfaktor vor allem bei Kindern und Jugendlichen sowie die steigenden Kosten im Gesundheitswesen. Eine Teilnehmerin forderte Aufklärung, Vorkehrungen und Schutz insbesondere für schwangere Frauen nach dem Beispiel Zyperns. Es kam die Frage auf, weshalb es Deutschland nicht schaffe, Grenzwerte zu senken. In anderen EU-Ländern würden viel niedrigere Grenzwerte gelten und sei WLAN an Kindergärten und Schulen verboten, während hierzulande der Digitalpakt Vorrang vor dem Kindeswohl habe. Susanne Kuderna-Demuth, die ÖDP-Ortsvorsitzende Weißenhorn/Pfaffenhofen und Gabriela Schimmer-Göresz, ÖDP-Kreisvorsitzende im Landkreis Neu-Ulm, bedankten sich für das große Interesse sowie die faire Diskussion und verwiesen auf einen weiteren Vortrag zum Thema am 29.10. um 19.30 Uhr in Illertissen, Hotel-Restaurant Vogt. Der EU-Abgeordnete der ÖDP, Prof. Dr. Klaus Buchner wird seine Initiative www.mobilfunk-aber-modern.de vorstellen. Er fordert mit Vehemenz eine verträglichere Technologie. Alternativen zu WLAN, die nicht gesundheitsbedenklich sind, stünden zur Verfügung und müssten nur weiter ausgebaut werden. Die Gesundheitsvorsorge muss absoluten Vorrang vor den Profit-Interessen der Industrie haben. Für ein schnelleres Internet müssen, so Buchner, Licht- und Infrarottechnik statt der bisher geplanten Höchstfrequenzen verwendet werden.


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