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ÖDP-Direktkandidatin besucht den Lernort für ökologischen Landbau in Ichenhausen-Brandfeld

Ein lange geplantes, aber wegen Corona immer wieder verschobenes Vorhaben konnte der ÖDP-Kreisverband Günzburg am vergangenen Samstag umsetzen. Gemeinsam mit der Bundestagsdirektkandidatin Krimhilde Dornach aus Weißenhorn, selbst in der Landwirtschaft aufgewachsen, besuchten Mitglieder des Vorstandes und einige Gäste den in dritter Generation geführten Brandlhof der Familie Farion.

Foto-Quelle: Privat

Die Idee einer nachhaltigen, ökologischen Landwirtschaft zum Wohl von Mensch, Tier und Natur wird dort seit vielen Jahre umgesetzt. Der Hof ist gleichermaßen Lernort für Erwachsene und vor allem für Kinder, die viel Platz und Gelegenheiten zum Spielen angeboten bekommen, ob im alten Obstgarten mit Feuerstelle oder im gemütlichen Bauerhofklassenzimmer mit Holzofen. Bei Farions können sich große und kleine Menschen rundum wohlfühlen und Tiere hautnah erleben.

Auch für den ÖDP-Besuch war die Hofführung eine Lernerfahrung. Die ganze Bandbreite der Tierhaltung, des Tierwohls, der Schlachtung und Vermarktung wurde diskutiert und unter die Lupe genommen. Konträr zur Entwicklung einer Landwirtschaft unter dem Weltmarktdiktat und der überwiegenden Subventionierung der Fläche durch die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) muss die Regionalität in den Fokus rücken. Es muss die ordnungspolitische Rahmensetzung so erfolgen, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt und dass der Landwirt für seine gemeinwohlorientierten Leistungen (Schutz des Bodens, des Wassers, des Klimas und der Artenvielfalt u.a.m.) fair und angemessen entlohnt wird, betonte die ÖDP-Delegation.

In der sich anschließenden Diskussion ging es ans Eingemachte. Es muss Erzeugern wie Verbrauchern klar werden, dass die Landwirtschaft die Grundlage unseres Lebens ist. Ziel der ÖDP ist folgerichtig eine regenerative Landwirtschaft, die weit über die heutigen Vorgaben einer „guten fachlichen Praxis“ hinausgeht, die in der Lage ist, den Kohlenstoff im Boden zu speichern und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Krimhilde Dornach: „Eines muss klar sein: Die Landwirtschaft funktioniert nicht nach den Gesetzen industrieller Produktion. In der Landwirtschaft haben wir es mit Lebewesen zu tun, die natürlichen Gesetzmäßigkeiten und Grenzen unterliegen. Die Natur lehrt uns zudem, dass es kein unendliches Wachstum gibt. Tiere sind Mitgeschöpfe, keine seelenlosen Wesen und dürfen nicht zur reinen Ware degradiert werden. Wissenschaftlich belegt ist, dass Tiere Schmerz, Angst und Stress oder auch Neugierde, Lust, Entspannung und Wohlbefinden empfinden und dem Menschen analoge Verhaltensweisen wie Zuneigung, Treue, Verantwortung usw. zeigen“. Forderung an eine verantwortbare Landwirtschaftspolitik finden sich unter https://www.oedp.de/programm/bundestagswahlprogramm-2021/landwirtschaft-und-tierschutz

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